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Pfeiffersches Drüsenfieber

Pfeiffersches Drüsenfieber

Pfeiffersches Drüsenfieber – Erkrankung des Lymphsystems

Beim Pfeifferschen Drüsenfieber handelt es sich um eine Erkrankung im Bereich des Lymphsystems eines Menschen, welches vom deutschen Kinderarzt Dr. Emil Pfeiffer entdeckt wurde. Dieser Erkrankung ist dabei immer eine Infektion mit dem Eppstein-Barr Virus vorausgegangen, wobei es nur in wirklich wenigen Fällen zu ernsthaften Symptomen des Pfeifferschen Drüsenfiebers kommt. Sollten entsprechende Symptome auftreten, können diese zum Teil heftige Körperreaktionenhervorrufen, weshalb man diese Krankheit auf keinen Fall unterschätzen sollte. Nachfolgend werden deshalb die wichtigsten Details über das Pfeiffersche Drüsenfieber präsentiert und übersichtlich zur Verfügung gestellt.

Ursachen des Pfeifferschen Drüsenfiebers

Die Symptome, durch die sich das Pfeiffersche Drüsenfieber anzeigt, werden immer durch eine vorherige Erkrankung mit dem Eppstein-Barr Virus hervorgerufen. Mit dem Eppstein-Barr Virus infizieren sich zwischen dem Kindesalter und dem jungen Erwachsenenalter sehr viele Menschen, wobei das Pfeiffersche Drüsenfieber vor allem dann auftritt, wenn die Infektion erst relativ spät erfolgt ist. Die Übertragung erfolgt im Regelfall über den Mund, was dem Pfeifferschen Drüsenfieber auch den Namen der Kusskrankheit eingebracht hat. Darüber hinaus kann das Pfeiffersche Drüsenfieber jedoch auch beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, was vor allem bei der Jugendlichen der Fall ist. Hat man die Infektion mit dem Eppstein-Barr Viruseinmal hinter sich, ist man unabhängig von der Symptomatik danach lebenslang immun. DieInkubationszeit beim Pfeifferschen Drüsenfiber liegt bei Kindern zwischen 5 und 21 Tagen, wobei es bei Jugendlichen bis zu 7 Wochen dauern kann, bis nach der Infektion erstmals Symptome auftreten.

Das Virus selbst befällt den Körper über die Zellen in der Schleimhaut und kann sich somit seinen Weg in die B-Lymphozyten bahnen, die eigentlich der Immunabwehr des Körpers dienen. Durch den Befall werden diese fehlgeleitet und können verschiedenste Organe zur Vergrößerung, beziehungsweise Anschwellung bringen. Hat ein Mensch eine funktionierende Immunabwehr, können die befallenen B-Lymphozyten normalerweise durch anderen Abwehrzellen beseitigt und damit das Pfeiffersche Drüsenfieber besiegt werden.

Symptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers

Das Pfeiffersche Drüsenfieber zeigt sich durch verschiedene Symptome, die vor allem am Anfang nicht gleich typisch sind. Innerhalb der ersten 10 Tage kommt es oftmals zu Appetitlosigkeit, Müdigkeit und auch gelegentlicher Übelkeit. In einigen Fällen setzt hier bereits ein leichtes Fieber ein, welches mit Halsschmerzen einhergeht. Nach ca. 10 Tagen folgen dann die Hauptsymptome, die sich vor allem durch ein sprunghaftes Fieber und eine Schwellung der Lymphknoten am gesamten Körper auszeichnen. Die Schwellungen können dabei am Hals zu Lymphknoten führen, die die Größe eines normalen Hühnereis aufweisen. Ein weiteres Charakteristikum des Pfeifferschen Drüsenfiebers ist die Vergrößerung der Milz, die innerhalb der Erkrankungsdauer von 3 Wochen gegen Ende ihren Höhepunkt erreicht hat und im Normalfall danach langsam wieder abschwillt. Seltenere Symptome sind eine Lebervergrößerung oder auch Veränderungen der Haut, die die verschiedensten Formen annehmen können. Dabei sind sowohl große juckende Hautflächen bekannt, die gerötet sind, als auch Einblutungen kleinerer Natur. Eine weitere seltene, aber schwere Nebenerkrankung ist das sogenannte Lyell-Syndrom, bei der es zu einer allergischen Reaktion auf das Medikament Ampicillin kommt, die eine starke Blasenbildung auf der Haut mit sich bringt und schließlich sogar zum Tod führen kann. In einigen seltenen Fällen kann es zudem zu eine chronischen Müdigkeit kommen, bei der man sich über Monate matt fühlt.

Pfeiffersches Drüsenfieber – Diagnose und Therapie

Sollten die Hauptsymptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers bereits eingetreten sein, ist eine Diagnose auch ohne weitere Analysen möglich. Um sicher zu gehen, gibt es jedoch auch noch einige andere Verfahren, die man anwenden kann, um das Pfeiffersche Drüsenfieber zweifellos festzustellen. Diese laufen auf bestimmte Bestimmungen von Antikörpern und eine Blutuntersuchung auf eine vermehrte Anzahl von Lymphozyten hinaus. Die heterophilen Antikörper werden von den befallenen B-Lymphozyten gebildet und lassen sich im Blut relativ einfach nachweisen. Die Therapiemöglichkeiten sind beim Pfeifferschen Drüsenfieber relativ eingeschränkt, denn es gibt kein Medikament, welches das Virus wirksam beseitigen. Von ärztlicher Seite aus können deshalb lediglich die Symptome gelindert werden, indem die Einnahme von fiebersenkenden Mitteln und absolute Bettruhe verordnet wird. Weitere bakterielle Entzündungen, die zusätzlich auftreten, sollten in der Zeit nicht mit Penicillin oder Ampicillin, weil es in einigen Fällen zum Lyell-Syndrom kommen kann, bei dem ein gewisses Todesfallrisiko besteht. Verläuft die Krankheit besonders schwer, kann zudem ein operativer Eingriff zur Entfernung der Mandeln nötig werden.     Besondere Komplikationen beim Pfeifferschen Drüsenfieber äußern sich vor allem in einer Entzündung des Herzbeutels oder des Herzmuskels, sowie einer Behinderung der Atmung durch Lymphknotenschwellungen oder gar eine Lungenentzündung. Auch das Gehirn kann in Mitleidenschaft gezogen werden, wobei eineHirnhautentzündung in diesem Fall mit Kortikoiden behandelt werden kann. Insgesamt betrachtet sind diese Komplikationen zwar schwer, aber relativ selten, was das Pfeiffersche Drüsenfieber eigentlich zu einer Krankheit macht, die man gut überstehen kann. Sollten trotzdem einmal schwere Komplikationen eintreten, ist eine stationäre Behandlung mit stetiger Kontrolle notwendig, um bleibende Schäden oder gar einen Todesfall zu vermeiden.

Pfeiffersches Drüsenfieber kann kaum vorbeugend vermieden werden

Die Verhinderung des Ausbruchs des Pfeifferschen Drüsenfiebers ist kaum möglich, da sehr viele Menschen bereits in jungen Jahren am Eppstein-Barr Virus erkranken. Eine wirksame Impfung gibt es beispielsweise nicht, so dass eine Ansteckung lediglich dadurch vermieden werden kann, keinen Kontakt mit bereits Erkrankten zu pflegen. Da man das Krankheitsbild jedoch erst nach einigen Tagen erkennt, bleibt immer ein Restrisiko, sich trotzdem mit Pfeifferschem Drüsenfieber anzustecken. Personen, die ein abgeschwächtes oder defektes Immunsystem aufweisen, müssen hingegen besonders geschützt werden, da das Pfeiffersche Drüsenfieber für sie besonders gefährlich werden kann. Insgesamt betrachtet sollte man Pfeiffersches Drüsenfieber auf keinen Fall unterschätzen, denn es ist einerseits zwar gut zu überwinden, kann andererseits jedoch auch schwerwiegende Folgen nach sich ziehen, wenn Komplikationen auftreten sollten.

Pfeiffersches Drüsenfieber
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