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Efeu – das grüne Wunder

Efeu ist ein mehrjähriger Immergrün, welcher sich bis zu einer Höhe von 20 Metern an Mauern, Wänden, Kletterstützen, Felsen und Parkanlagen hinaufwindet. Auch wächst der sogenannte gemeine Efeu flächendeckend auf dem Boden sowie überwiegend wild in Buchen- und Eichenwäldern an Bäumen herauf. Keineswegs entzieht er ihnen dadurch Nährstoffe, so wie dies bei einer Schmarotzerpflanze der Fall wäre. Lediglich würgt der hölzerne Stamm der Kletterpflanze seine Bäume, was erst dann zu deren hinscheiden führen kann. Heimisch in fast ganz Europa gibt es ungefähr 400 verschiedene Arten von Efeu, so zum Beispiel Sorten, die goldfarbene oder violettfarbene Blätter haben.

Den Efeu mit Liebe behandeln: So wird die Pflanze richtig gehalten

Die Pflanze muss nicht nur im Garten gehalten werden. Auch als niedrigwachsende Zimmerpflanze ziert sie viele Wohnräume. Seine Blütezeit erreicht der Efeu in den Monaten von September bis Oktober. Die kleinen gelbgrünen Efeublüten sind nicht leicht erkennbar und besonders bedeutend für Bienen, Fliegen und Schmetterlinge, die ihre Nahrung in ihnen finden. Während der Wintermonate wachsen die Früchte des Efeus heran und haben zwischen Februar und April ihre vollkommene Reife erreicht. Dann werden die dunkelblauen Beeren von verschiedenen Vögeln, wie etwa Amseln, Drosseln und Gartenrotschwänzen, gefressen. Die Kerne der Vogelmahlzeit werden ausgeschieden und neue Pflanzen können austreiben. Efeu lässt sich außerdem leicht vermehren indem man Stecklinge in feuchte Erde gibt. Lässt man Efeu frei gedeihen, so kann der Kletterstrauch ein Alter von 450 Jahren erreichen.

Inhaltsstoffe und Wirkstoffe des Efeu

Als Araliengewächs hat Efeu generell giftige Pflanzenbestandteile. Unter anderem fallen darunter die Inhaltsstoffe Falcarinol und Hederin. Schon allein der Verzehre von zwei bis drei Efeufrüchten kann fatale Folgen haben und zu Krämpfen, Durchfall, Erbrechen, rasendem Puls und Kopfschmerzen führen. Konsumiert man eine größere Menge der Beeren kann die Einnahme Schock, Atemstillstand und schließlich sogar den Tod hervorrufen. Äußerlich kann Efeu Hautreizungen und allergische Reaktionen verursachen. Abgesehen von seiner toxischen Wirkung hat Efeu auch einen heilenden Effekt. In der Naturheilkunde stellt man aus geringen Mengen seiner Blätter Medizin her, welche Schleim- und Krampflösung als Resultat aufweisen. So wird vor allem Keuchhusten bei Kindern entgegengewirkt. Die Volksheilkunde besagt, dass bei Nervenschmerzen ein Efeuumschlag angewendet werden soll. Historische Berichte informieren sogar über einen empfängnisverhütenden und abtreibend wirkenden Effekt der Pflanze. So wurden im 16. Jahrhundert fromme Frauen davor gewarnt gekochte oder gebrannte Wasser aus dem Saft des Efeu zu sich zunehmen. Im Mittelalter ging man mit dem Gewächs sogar gegen Milzkrankheit, Schwerhörigkeit, Gicht, Gelbsucht und die Pest vor. Heutzutage verwendet man die heilende Kraft des Efeus am häufigsten gegen erkrankte Nasenschleimhäute, Bronchitis und Leiden an der Galle.

Heilpraktiker Felix Teske



Autoren & Experte:
Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. med. Hermann Eichstädt, Berlin. Facharzt Innere Medizin & Kardiologie, Lebenszeitprofessor i.R. der Charité Berlin. Geschäftsführender Vorstand der Berlin- brandenburgischen Gesellschaft für Herz- und Kreislauferkrankungen e.V.
Journalist: Horst K. Berghäuser
Heilpraktiker: Felix Teske

Literatur, Quellen und Verweise:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin
Thieme Verlag
Praktische Labordiagnostik - Lehrbuch zur Laboratoriumsmedizin, klinischen Chemie und Hämatologie
Grönemeyers Buch der Gesundheit
Hallesche Krankenversicherung

Letzte Änderungen auf dieser Seite fanden am 18.03.2019 statt.


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