
Hühneraugen – Die schmerzhaften Symptome der Clavi
Hühneraugen sind auch als Clavi bekannt. Sie bezeichnen die schmerzvolle, runde Verhornung am Fuß. Hühneraugen wachsen nach innen, sind zapfenförmig verdick und setzen sich kegelförmig in das Gewebe fort. Dort reizen sie dann die Fasern der Nerven. Das Ergebnis ist dann, das bei jedem Schritt Schmerzen im Gebiet des Hühnerauges auftreten. Denn sie üben einen Druck auf die unterliegenden Knochen aus. Meistens treten Clavi an den Zehen oder den Gelenken der Zehen auf. Oft verwechselt man Warzen und Hühneraugen miteinander.
Auffallend ist es, dass Clavis größtenteils in Hautgebieten auftreten, die sich in der unmittelbaren Knochennähe befinden. So entdeckt man die Verhornung oft bei Krallen- oder Hammerzehen, die andauernd gegen den Schuh drücken. An der Fußsohle treten sie zumeist bei Spreizfüßen auf, durch die Veränderung der Verteilung der Belastung. Zwischen den Zehen können Hühneraugen auch erscheinen, das ist dadurch bedingt, wenn man öfter hohe oder enge Schuhe trägt, denn so werden die Knochen der Gelenke aneinander gedrückt. Hühneraugen sind für die betroffenen Personen mühsam und schmerzlich. Clavis ist fast immer ungefährlich, außer man ist an Diabetes oder einer Störung der Durchblutung erkrankt. Bei den betreffenden Personen führen schon kleinere Verletzungen der Haut zu Komplikationen. Man kann den beschwerlichen Hühneraugen vorbeugen, indem man Polster oder Ringe zum Schutz vor Druck verwendet. Damit kann man auch folgende Reibungen abwenden und auch der Schmerz wird gelindert.
Hühneraugen Behandlung – Hautkrankheiten erfolgreich behandeln
Einzelne kleinere Hühneraugen kann die betreffende Person auch selbst behandeln. Sie lassen sich bequem von zu Hause schnell und effizient entfernen. Zum Erfolg kann manchmal schon ein behutsames Abschmirgeln, mit einer Raspel oder Bimsstein, führen. Schicht für Schicht sollte man die Verhornung entfernen. Vorher sollte man einige Fußbäder machen, denn damit wird die Beseitigung der Hühneraugen erleichtert. Für ein Fußbad eignet sich besonders Teebaumöl, denn dieses lässt die verhornte Haut aufweichen.
Sinnvoll ist es ebenso, wenn man vor der Entfernung der Hühneraugen ringformartige Pflaster aus Schaumstoff zur Druckentlastung anbringt. Diese Pflaster sollte man über einen längeren Zeitraum benutzen, sie machen das Hühnerauge weich, dadurch kann man sie dann mit Leichtigkeit beseitigen. Ebenfalls kann man auch die geläufigen Pflaster gegen Hühneraugen aus der Apotheke benutzen. Damit weicht man die Hornhaut binnen von drei bis vier Tagen auf. Eine andere Möglichkeit Clavis zu entfernen ist, dass man bestimmte Tinkturen oder Cremes, die Salicylsäure enthält, auf die betroffene Haut aufträgt.
Das führt dazu, dass das Hühnerauge chemisch aufgelöst wird. Personen die eine empfindsame Haut haben, sollte diese Handhabe allerdings nicht in Betracht ziehen. Die Salicylsäure sollte auf keinen Fall mit der heilen Haut in Verbindung kommen. Um diese zu schützen, trägt man rund um das Hühnerauge fetthaltige Creme auf. Sollten die Hühneraugen besonders beharrlich sein, lässt man diese lieber von einem Hautarzt oder bei der medizinischen Fußpflege entfernen. Die Füße sollte man nach dem Entfernen der lästigen Hühneraugen mit fetthaltigen Cremes, Mandel- oder Olivenöl einreiben, das entspannt und pflegt die Füße. Menschen, die oft an Hühneraugen leiden und Diabetikern ist die fachgerechte Fußpflege empfehlenswert.
Chronische Hühneraugen-Erkrankung? Wiederkehrende Clavi vom Facharzt untersuchen lassen!
Sollten die Betroffenen vermehrt an Hühneraugen leiden, ist ein Arztbesuch notwendig, auch wenn die Hühneraugen sehr groß sein sollten. Zu Behandlungsbeginn findet eine Reduzierung der Druckbelastung statt. Orthopädische Einlagen werden bei Senk- oder Knickfüßen verwendet. Diese federn den betroffenen Fuß teil ab und mindern so die Beanspruchung. Bei Hammer- oder Krallenzehen kann man meistens Druckentlastungsringe aus Kunststoff, Filz oder Gel einsetzen. Trotz der Maßnahmen zur Entlastung ist es nicht vermeidbar, die Hornhautverdickung zu entfernen.
Bei Hühneraugen, die entzündet, über einen halben Zentimeter groß sind, beschädigt oder in einem Übermaß auftreten, gilt es, entweder einen Hautarzt oder die medizinische Fußpflege aufzusuchen. Das betrifft vor allem Personen, die an Diabetes oder an einer Durchblutungsstörung erkrankt sind. Manchmal, wenn ein besonderer schwerwiegender Fall vorliegt, entfernt der Mediziner das Hühnerauge mithilfe einem scharfen Löffel, Skalpell oder einer Schere durch eine ambulante Behandlung.
Wenn die Gründe für die Entstehung der Hühneraugen nicht entfernt werden, ist es höchstwahrscheinlich, dass die Hühneraugen nach einer kurzen Zeit wiederkehren. Damit die Füße gesund bleiben, ist es ratsam, bequeme Schuhe zu tragen. Diese sollten nach Möglichkeit aus Leder mit Lederfutter bestehen. Ein daumenbreiter Mindestabstand sollte zwischen dem Schuh und dem längsten Zeh bestehen. Vor einem harten und rauen Untergrund schützen weiche und elastische Sohlen. Schuhe sollte man grundsätzlich oft wechseln beziehungsweise desinfizieren, und wenn es notwendig ist, sollte man orthopädische Einlagen in Betracht ziehen. Sensible Fußstellen kann man auch im Vorfeld durch Druckentlastungsringe entspannen.
Autoren & Experte: Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. med. Hermann Eichstädt, Berlin. Facharzt Innere Medizin & Kardiologie, Lebenszeitprofessor i.R. der Charité Berlin. Geschäftsführender Vorstand der Berlin- brandenburgischen Gesellschaft für Herz- und Kreislauferkrankungen e.V. Journalist: Horst K. Berghäuser Heilpraktiker: Felix Teske Literatur, Quellen und Verweise: Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin Thieme Verlag Praktische Labordiagnostik - Lehrbuch zur Laboratoriumsmedizin, klinischen Chemie und Hämatologie Grönemeyers Buch der Gesundheit Hallesche Krankenversicherung