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Cannabissucht

Cannabissucht
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Cannabissucht schadet auf Dauer der Gesundheit

Cannabis gehört zu den illegalen Drogen und wird wohl am häufigsten konsumiert. Grund für diese Häufigkeit ist der relativ „geringe“ Preis und die Tatsache, dass Cannabis als so genannte weiche Droge stark verharmlost wird. Bekannt wurde Cannabis in den 1960er Jahren und verschwand nie wirklich von der Bildfläche. Cannabis-Missbrauch entsteht durch Gewöhnung, von einem Missbrauch spricht man wenn die Droge aus Langeweile konsumiert wird, oder, um von den alltäglichen Problemen abzulenken. Cannabis verursacht zwar keine körperliche Abhängigkeit, dennoch ist die psychische Abhängigkeit nicht zu unterschätzen. Zwar sind die Langzeitschäden bislang nicht ausreichend erforscht, dennoch ist es klar, dass Cannabiskonsum der Gesundheit schadet. Von einer psychischen Abhängigkeit spricht man, wenn Betroffene den deutlichen Zwang verspüren, Cannabis rauchen zu müssen, wenn der Abend nur noch mit einem Joint als gemütlich betrachtet wird. Auch hier sollte die Toleranz nicht übersehen werden. Da Cannabissucht durch Gewöhnung entsteht, wird der Konsum mit der Zeit höher und höher. Diese Erhöhung der Dosis wird benötigt, um die Wirkung als solches überhaupt noch zu erkennen.

Cannabissucht und ihre Gefahren

Wie bei allen Drogen, bestehen auch beim Konsum von Cannabis gesundheitliche Risiken, die nicht zu unterschätzen sind. Die Legalität, bzw. Illegalität von Cannabis wird bis heute stark diskutiert. Der Grund dafür ist eben die Tatsache, dass die langzeitlichen Gefahren und Gesundheitsschäden bisher nicht ausreichend bekannt sind. Die Wirkung von Cannabis kann sich auf vielfältige Art äußern. Die Droge wirkt bewusstseinserweiternd, kann aber auch vorhandene Depressionen deutlich verstärken. Die genaue Wirkung hängt von der aktuellen Stimmung des Konsumenten ab. Besonders auffällig sind nach Cannabiskonsum die geröteten Augen, erweiterte Pupillen, Verhaltensstörungen, Müdigkeit, Apathie, nachlassende Aufmerksamkeit, Verzögerte Reaktionen. Da Cannabis stark entspannend wirkt, treten außerdem auch weitere Störungen auf. Betroffene verlieren nach dem Konsum Raum- und Zeitgefühl, auch die Denk- und Sinneswahrnehmung wird verändert. Cannabis wird geraucht. Mit dem Inhalieren vom Cannabisrauch setzt die Wirkung binnen weniger Sekunden ein und hält etwa 3 Stunden an. Der Höhepunkt der Cannabiswirkung wird etwa nach 15-20 Minuten erreicht.

Cannabis – eine illegale Droge

Cannabis fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Obwohl der Konsum von Cannabis nicht strafbar ist, der Besitz und Handel sehr wohl. Ebenso sind Anbau, Herstellung, Verschaffen, Verkauf und Ein- und Ausfuhr von Cannabis gesetzlich verboten. Trotz allem zählt Cannabis auch zu den Heilmitteln. Cannabis enthält einen Wirkstoff namens Delta-9-THC und ist in jedem Fall – als Heilmittel – verschreibungspflichtig. Der Besitz ist in diesen Fällen erlaubt. Strafbar dagegen ist Cannabis im Straßenverkehr. Wird Cannabis über Jahre hinweg regelmäßig konsumiert, so verspüren die Betroffenen beim Entzug körperliche Entzugserscheinungen, ähnlich denen der Raucherentwöhnung. Die Entgiftung des Körpers dauert nur wenige Tage, die psychische Entwöhnung kann sich jedoch über Monate hinziehen und bereitet den Betroffenen oft große Probleme. Professionelle Hilfe wird angeboten, diese Angebote sollten Betroffene auch nach ihren Möglichkeiten in Anspruch nehmen.

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Autoren & Experte:
Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. med. Hermann Eichstädt, Berlin. Facharzt Innere Medizin & Kardiologie, Lebenszeitprofessor i.R. der Charité Berlin. Geschäftsführender Vorstand der Berlin- brandenburgischen Gesellschaft für Herz- und Kreislauferkrankungen e.V.
Journalist: Horst K. Berghäuser
Heilpraktiker: Felix Teske

Literatur, Quellen und Verweise:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin
Thieme Verlag
Praktische Labordiagnostik - Lehrbuch zur Laboratoriumsmedizin, klinischen Chemie und Hämatologie
Grönemeyers Buch der Gesundheit
Hallesche Krankenversicherung

Letzte Änderungen auf dieser Seite fanden am 18.03.2019 statt.


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