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Akupunktur

Akupunktur

Akupunktur – Gezielte, lokale Behandlung von Erkrankungen

Die Gesundheit eines Menschen ist ein hochgeschätztes Gut. Denn je gesünder ein Mensch ist, desto wohler fühlt er sich. Jede Krankheit spiegelt eine verminderte Lebensqualität wider, die es durch medizinische Behandlungsmethoden zu steigern gilt. Darüber sind sich Ärzte wie auch Patienten gleichermaßen in östlichen wie auch in westlichen Breitengraden einig. Nur ein gesunder Körper kann auf genügend Energiereserven zugreifen, wodurch eine dauerhafte Vitalität aller Körperfunktionen gewährleistet ist. Genau darauf zielen die Behandlungsmethoden der Medizin ab. In Deutschland stoßen Behandlungsmethoden der traditionellen chinesischen Medizin, im Speziellen die Akupunktur, auf immer mehr Zuspruch. Denn bestimmte gesundheitliche Probleme können mit der herkömmlichen westlichen Medizin schwer diagnostiziert werden.

Häufig werden Patienten mit der Begründung es könne nichts festgestellt werden, wieder weggeschickt. Der Patient leidet jedoch weiterhin an den Symptomen. Beispielsweise Beschwerden über Schlafstörungen oder über Unwohlsein, liefern schließlich keinen messbaren Wert. Herkömmliche westliche Methoden scheitern an dieser Stelle. Vorteilhaft für die Diagnose und  Wirksamkeit der Heilmethoden fernöstlicher Tradition liegt im energetischen Ansatz. Das bedeutet, dass nicht anhand von Messwerten, wie in der westlichen Medizin, sondern anhand gefühlsmäßiger Zustände und deren Veränderungen, Krankheiten diagnostiziert  werden. Darüber hinaus sind westliche Behandlungsmethoden sowie die Einnahme von Medikamenten meist mit recht unangenehmen Nebenwirkungen verbunden.

Akupunktur als Ergänzung zur westlichen Medizin

Trotzdem hat die westliche Medizin in der Geschichte große Erfolge erzielt und wird das auch weiterhin tun. Aus diesem Grund ist die Akupunktur eher als Ergänzung zur westlichen Vorgehensweise im medizinischen Heilungsprozess zu sehen. In Deutschland gibt es bereits Praxen die diesem Ansatz folgen und die traditionelle chinesische Akupunktur wie auch herkömmliche Behandlungsmethoden zur Heilungheranziehen. Die Akupunktur ist eine Heilmethode auf energetischer Basis und Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin. Um das gesundheitliche Problemzu diagnostizieren, analysiert der Arzt Veränderungen im Befinden des Menschen. Dies geschieht im Rahmen eines Gespräches und durch Fühlen des Pulses. Der Patient beschreibt detailliert wo und in welcher Weise die Beschwerden auftreten.

So kann der Akupunkteur die Therapie zielgerichtet ansetzen, damit sie erfolgreich wirken kann. Obwohl die Wirksamkeit der Akupunktur wissenschaftlich bisher nicht bewiesen wurde, sind die Erfolge allerdings spürbar und sichtbar. Patienten berichten über sehr gravierende Verbesserungen und sogar den Wegfall ihrer störenden Symptome. Entstanden ist die Akupunktur vor ca. 2000 Jahren. Ärzte die diese Methode anwenden, greifen auf den Erfahrungsschatz und das Wissen der alten Chinesen zurück. Ursprünglich fand die Akupunktur also ihre Anwendung in China. In Deutschland kommt diese Heilmethode immer mehr zum Einsatz. Einsatzbereiche sind beispielsweise körperliche Schmerzen, Magen- und Darmirritationen und leichte depressive Verstimmungen. Selbst Rauchentwöhnung und ähnliche Suchtproblematiken werden mit Akupunktur behandelt.

Behandlungsmethoden der Akupunktur

Ausgangspunkt der Akupunktur ist die Lebensenergie Qi, die durch Energieläufe, den sogenannten Meridianen den gesamten Körper durchfließt.  Entlang diesen Meridianen sind sogenannte Akupunktur Punkte angeordnet, die den Körperfunktionen entsprechen. Das Qi gerät ins Wanken wenn die beiden Energiepole Yin und Yang ins Ungleichgewicht beziehungsweise ins Stocken geraten. Solche Energieblockaden werden als Krankheitsursache angesehen und finden ihren Ausdruck in den Beschwerden des Patienten. Eine Diagnose gibt Aufschluss darüber, welche Energien blockiert sind und welche Akupunktur Punkte zu behandeln sind. Es können drei Verfahren angewendet werden um den Energiefluss zu stimulieren.

Bei der ersten Variante, der Körperakupunktur werden vom Akupunkteur sehr dünne Nadeln in die Akupunktur Punkte entlang des Körpers eingestochen. Diese werden einige Minuten später wieder entfernt. In der Ohrmuschel sind ebenfalls alle Körperfunktionen als Akupunktur Punkte abgebildet. Allerdings ist diese Einteilung gänzlich unabhängig von der Körperakupunktur. Die Nadeln werden darüber hinaus unter Umständen mehrere Tage vom Patienten getragen. Einsatzbereiche sind bei der Ohrakupunktur in der Behandlung von Stoffwechselerkrankungen zu sehen. Eine weitere Therapieform ist die Moxabustion, bei der an den Nadeln getrockneter Beifuß, das sogenannte Moxa angebracht wird. Durch Abbrennen des Krautes entsteht Hitze, die intensiviert durch die Nadeln in die Einstichpunkte geleitet wird und die Energien stimulieren. Alle diese Varianten bedürfen eines erfahrenen Akupunkteurs. Eine einfache und auch für Patienten selbst durchführbare Variante ist die Akupressur. Hier erfolgt die Stimulierung der Akupunktur Punkte durch Druck und kreisförmige Bewegungen der Fingerkuppen auf die Akupunktur Punkte. Die Literatur stellt dazu ein breites Spektrum an Anleitungen zur Verfügung.



Autoren & Experte:
Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. med. Hermann Eichstädt, Berlin. Facharzt Innere Medizin & Kardiologie, Lebenszeitprofessor i.R. der Charité Berlin. Geschäftsführender Vorstand der Berlin- brandenburgischen Gesellschaft für Herz- und Kreislauferkrankungen e.V.
Journalist: Horst K. Berghäuser
Heilpraktiker: Felix Teske

Literatur, Quellen und Verweise:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin
Thieme Verlag
Praktische Labordiagnostik - Lehrbuch zur Laboratoriumsmedizin, klinischen Chemie und Hämatologie
Grönemeyers Buch der Gesundheit
Hallesche Krankenversicherung

Letzte Änderungen auf dieser Seite fanden am 18.03.2019 statt.


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